Psychohygiene mit Warda - DDr. Désirée Prosquill erklärt... (c) Titelbild Credits: Shutterstock

Psychohygiene mit Warda - DDr. Désirée Prosquill erklärt...

Wir freuen uns sehr darüber, DDr. Désirée Prosquill für die nächste Zeit in unseren Reihen begrüßen zu dürfen, um euch in Zeiten der Einschränkung und Quarantäne mit nützlichen Tipps und Antworten zu versorgen. 

Liebe Leserinnen, Liebe Leser!

Ab nun darf ich Sie für die Zeit der Corona – Krise an dieser Stelle mit meinen Gedanken begleiten - Was mich sehr freut!

Dieser Zustand, den wir gerade durchleben, erleben auch wir PsychiaterInnen und PsychotherapeutInnen zum ersten Mal. Auch uns wird diese bevorstehende Zeit sehr prägen, viel abverlangen und wir werden all die Erfahrungen, die Sie liebe LeserInnen jetzt machen, auch durchmachen.

Die Umstände sind allseits bekannt, trotzdem kurz zu den Fakten:

Der Bundeskanzler hat uns am Freitag mitgeteilt, dass die aktuelle Situation noch bis Ostermontag beibehalten wird. Dann soll Österreich wieder sukzessive hochgefahren werden. Für diese Zwischenzeit wurde von unserer Regierung ein Milliardenhilfspaket geschnürrt, um uns finanziell zu entlasten.

Soweit so gut, doch wie sieht es in unserem Innenleben aus?

Natürlich beschäftigen uns alle jetzt Gedanken, begleitet von sehr starken Gefühlen, die wir uns bis vor Kurzem nicht hätten vorstellen können, jemals in dieser Form erleben zu müssen.

Der Zustand, in den wir jetzt versetzt wurden, ist so ziemlich das Letzte, was wir uns gewünscht haben. Denn - wir fühlen uns wieder wie Kinder, die darauf warten müssen, was Mama und Papa mit uns als nächstes vorhaben. Wir brechen jetzt in eine Periode auf, in der wir viele neue Erfahrungen machen werden. Ähnlich eben wie bei Kindern, die ja täglich Neues erleben, was gänzlich im Widerspruch zu unserem Erwachsenenleben steht, in das vorallem Monotonie - oder nennen wir es besser Erfahrung - eingezogen ist. 

In solch einen „kindlichen“ Zustand hat uns von heute auf morgen unsere Regierung versetzt. Und nun gilt es, diesen Zustand auszuhalten und das Beste daraus zu machen. Denn wir wissen, er wird ein Ablaufdatum haben!

Doch an diesem Zustand gibt es nicht nur negative Aspekte. Einige von uns wurden unerwartet aus einem Hamsterrad geworfen, aus dem sie vielleicht schon vergeblich seit längerem versucht haben zu entkommen. Jetzt in dieser ausgeprägten FASTENZEIT wird die Basis dafür gelegt, sich ausgiebig darüber Gedanken zu machen - bin ich am richtigen Weg, was ist mir wirklich wichtig, wovon möchte ich mich vielleicht ohnedies schon längst befreien. 

Dieser Zustand stellt also auch eine große Chance dar, die es mutig zu ergreifen gilt! Einige von uns wiederum waren mit Ihrem Leben bisher aber so zufrieden, dass dieser aufgezwungene Zustand auch ganz fürchterliche Angst verursachen kann - bekomme ich die mir so lieb gewonnen Dinge wieder zurück und wenn ja wann? Das könnten einige der drängendsten Gedanken sein. Aber ja, Sie bekommen alles wieder zurück, aber bereiten Sie sich darauf vor, vielleicht wollen Sie am Ende gar nicht alles wieder haben - ;-).

Sie sehen also liebe LeserInnen, die vor uns liegende Zeit wird eine höchst aufregende, bleiben wir neugierig! Genau aus diesem Grund stehe ich Ihnen auch für die kommende Zeit als Ansprechpartnerin zur Verfügung. Lassen Sie mich ruhig an Ihren Gedanken, Sorgen, Ängsten oder auch Freuden teilhaben, schreiben Sie mir und so kann ich das eine oder andere dann in vielleicht für Sie in meiner Kolumne erhellen.

Beste Grüße Dr. Désirée Prosquill

Ihr habt die Möglichkeit, mit unserer Kolumnistin direkt in Kontakt zu treten und ihr Fragen zu stellen, die sie in der nächsten Ausgabe beantworten wird. Entweder macht ihr das über die Kommentarfunktion oder im Falle sehr persönlicher Informationen - zum Schutze eurer Identität - per Mail an desiree.prosquill(at)gmail.com

DDr. Désirée Prosquill

Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin

Psychoanalytikerin (Kinder/Jugendliche/Erwachsene)

Psychosomatik - Sportpsychiatrie - Psychotherapie.

Laudongasse 31/5/15, 1080 Wien,T. 944 63 43.

Hauptplatz 3, 2115 Ernstbrunn, T. 02576 2403.

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