Coronavirus - hört mal auf mit der Panik und informiert euch (c) Titelbild Credits: Shutterstock

Coronavirus - hört mal auf mit der Panik und informiert euch

Das Coronavirus dominiert momentan die Medienberichterstattung. Durch Meldung jedes einzelnen Falles einer Infektion sowie jedes Verstorbenen - auch bei reiner Vermutung, dass dies durch das Coronavirus geschah - entsteht ein vollkommen verzerrtes Bild. Demgegenüber zeigen aber Fakten, dass die Panik im Moment vollkommen übertrieben ist.

Es bleibt unbestritten, dass von jedem Virus eine gewisse Gefahr ausgeht. Jedoch ist die Panik vor einer Infektion mit dem Coronavirusmit dem offiziellen Namen SARS – CoV - 2 – besonders groß, weshalb viele Menschen zu unnötig drastischen Maßnahmen greifen. Das ist bis zu einem gewissen Grad auch verständlich, sieht man sich die Medienberichterstattung der letzten Tage und Wochen an. Die Medien wiederum greifen nach jedem Strohhalm, wenn es um Schlagzeilen geht, und tragen damit zu einem verzerrten Bild der Realität bei - zusätzlich unterstützt von den Vorkehrungsmaßnahmen der Regierungen. Quarantäne und das Absagen von Großveranstaltungen machen schon Sinn, sind aber eine Vorkehrungsmaßnahme die vor allem die Risikogruppen vor Ansteckung schützen soll. 

Natürlich sollte eine Ausbreitung des Virus verhindert werden. Die größte Problematik an der Sache Coronavirus ist der momentane Wissensstand. Die Forschungen der Virologen sind noch nicht so weit, um genaue Prognosen, wie auch langfristige Folgen vorherzusagen, weshalb derzeit vom Schlimmstmöglichen ausgegangen wird – eine logische Konsequenz, um potenziell schwerwiegendere Folgen vorab schon einzudämmen. Das heißt aber nicht, dass sich jede*r Bürger*in jetzt durch Hamsterkäufe eindecken und in seine eigenen vier Wände einsperren oder permanent einen Mundschutz tragen soll. Sehen wir uns ein paar Fakten an.

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Link hierzu findet ihr nochmals weiter unten im Text

Quelle: Screenshot v. 26.02.2020/ Coronavirus COVID-19 Global Cases by Johns Hopkins CSSE

Zahlen und Fakten zum Coronavirus

Vergleicht man die Zahlen des Influenzavirusder „echten Grippe“ - mit jenen des Coronavirus, ist relativ schnell zu erkennen, dass die Welt nicht untergehen wird. Nach WHO - Schätzungen kommt es pro Jahr weltweit zu bis zu 650,000 Toten durch das Influenzavirus– warum bricht da niemand in Panik aus?

Laut Robert Koch - Institut gibt es allein in Deutschland jährlich 2 bis 14 Millionen infizierte. Da ist der niedrigste Wert aus Deutschland schon mehr als das 20-fache der weltweit infizierten mit dem Coronavirus. Demgegenüber liegt der aktuelle Stand der mit dem Coronavirus Infizierten bei 81,000 weltweit (Stand: 26.02.2020) und unter 3000 Toten – das ist doch verhältnismäßig wenig, oder? Rund 30.000 davon sind wieder gesund.

Hier könnt ihr eine fast in Echtzeit geführte Weltkarte des John Hopkins Instituts mit Zahlen und Fakten finden.

Zudem gilt zu beachten, dass in Gebieten mit einer guten medizinischen Versorgung bisher wenige Menschen durch das Coronavirus verstorben sind. Beispielsweise Südkorea mit 1200 infizierten verzeichnet "nur" 12 Todesfälle. Und bei den Todesfällen handelt es sich zumeist um alte Menschen oder jene, die kein vollkommen intaktes Immunsystem aufweisen - nicht das jemand auf die Idee kommt, die Zahl der Verstorbenen im Verhältnis zu den Infizierten einfach hochzurechnen; nein, in Österreich würden dann nicht automatisch rund 300,000 Leute sterben. Die Sterblichkeit liegt zwar bei aktuellem Stand auf ca 2%, aber daraus kann man keine allgemeine Sterblichkeitsrate ableiten!

Natürlich können Influenza und Corona nicht eins zu eins verglichen werden, weil es sich um zwei verschiedene Virenstämme handelt. Dies ist jedoch ein Appell an die Sachlickeit und an eine gesunde (!) Vorsicht, aber zugleich ein Aufruf gegen die Panikmache. Wir sollte solidarisch die gesundheitlich schwächsten Glieder unserer Gesellschaft schützen und keine egoistischen Aktionen setzen.

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Demgegenüber die Zahl der positiven Influenza - Proben in Südwesteuropa - also nich einmal ganz Europa.

Quelle: WHO

Die WHO (Anm. d. Red. Weltgesundheitsorganisation - die wissen schon, wovon sie reden) selbst spricht von einer „Infodemie“ – was maßgeblich daran liegt, dass Zahlen und Fakten keiner Gegenüberstellung unterzogen werden. Die Ausbreitung sollte verhindert werden, doch die Sterblichkeit hängt sehr stark vom Immunsystem ab – wie es das auch beim Influenzavirus tut. Das heißt nicht, dass man unachtsam damit umgehen soll, doch die Berichterstattung erinnert teils eher an einen Weltuntergang.

Man denke kurz zurück an Schweinegrippe, Vogelgrippe und ähnliche Viren - selbstverständlich ist Vorsicht geboten, aber es ist nicht gleich notwendig, vollkommen durchzudrehen deshalb. Demnach gilt es auch hier einfach, sich regelmäßig die Hände zu waschen, sowie beim Niesen und Husten ein Taschentuch vor den Mund zu halten, im Falle einer potenziellen Erkrankung – aber nur dann bitte! – eine Gesichtsmaske zu tragen, um andere vor der Tröpfcheninfektion zu schützen, und genügend Vitamine zu sich zu nehmen, ist auch nicht verkehrt. Zudem sollten alle den Kontakt zu Risikogruppen meiden. 

Hier geht es zu unserem aktuellen Beitrag über das Coronavirus.

Im Verdachtsfall nicht zum Arzt gehen oder in das Krankenhaus, sondern die Nummer 1450 anrufen! Dann kommt jemand, um einen Test durchzuführen.

Und NEIN – nicht jeder asiatische Mensch ist infiziert und wird euch deshalb in den Tod reißen! 

Und NEIN – Hamsterkäufe bringen nichts, außer einen Haufen weggeworfener Lebensmittel, sobald die Panik sich wieder legt.

Und JA - Der Fokus für viele andere Probleme - wie dem Klimawandel - geht vollkommen verloren.

Titelbild Credits: Shutterstock

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