Skurrile Erfindungen: Käfer als neue Spionage-Agenten? (c) Credits: Mark Stone/ University of Washington

Skurrile Erfindungen: Käfer als neue Spionage-Agenten?

Revolutionäres aus Wissenschaft und Forschung: Ein Kamerarucksack, der auf den Rücken eines Käfers geschnallt werden kann. Laufen die Bestellungen der Geheimdienste weltweit jetzt heiß?

Kameras auf Flug- oder Säugetieren haben schon häufiger gezeigt, wie die Welt aus deren Perspektive aussieht. Jetzt haben WissenschaftlerInnen erstmals eine Kamera entwickelt, die klein und leicht genug für Insekten ist. Auf dem Rücken eines Käfers befestigt, liefert das nur 250 Milligramm schwere Instrument Fotos und Videoaufnahmen aus Insektenperspektive und schickt sie via Bluetooth bis zu 120 Meter weit an ein Smartphone eurer Wahl.

Seitens der Forscher sind alle Fotos und Informationen hier öffentlich zugänglich.

Die dunkle Seite des Käfers

Auch wenn die Euphorie der Forscherinnen und Forscher nun in die Höhe schnellt, da mit dieser Kamera viele naturwissenschaftlich höchst relevante Fragestellungen erforscht werden können, zum Beispiel: wie Käfer auf verschiedene Reize ihrer Umwelt reagieren bzw. optische Eindrücke von Orten zu bekommen, die für den Menschen oder Roboter zu schwer zu erreichen sind. So reiben sich die Geheimdienste weltweit vielleicht schon die Hände - die Einsparungen, die mit der Rekturierung von Käfern anstatt der von Menschen zur Bespitzelung gemacht werden, könnten enorm sein.

Mit so einem Insekt als Spion wäre der vermeintliche FPÖ-Abhörskandal von damals - der sich schlussendlich als Farce entpuppt hat bzw. ein FPÖ-Ablenkungsmanöver (von der NS-Liederbuchaffäre) dahinter vermutet wird - vermutlich schwerer aufzudecken gewesen. Obwohl es ja nicht wirklich etwas aufzudecken gab. Egal. Wie dem auch sei. Ein neuer Top-Agent, demnächst vielleicht auch schon in ihrer Wohnung.

Anmerkung: Wenn die Kamera durchgehend läuft, ist der Akku nach ein bis zwei Stunden leer. Doch ein Beschleunigungssensor sorgt dafür, dass die Kamera nur dann aktiv wird, wenn der Käfer sich bewegt – somit kann man sechs Stunden und länger aufzeichnen. Oh yeah!

Credits: Mark Stone/ University of Washington

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