Von diesen verrückten Tierversuchen hast du garantiert noch nie gehört (c) Unsplash

Von diesen verrückten Tierversuchen hast du garantiert noch nie gehört

Die Möglichkeiten heutzutage kennen keine Grenzen, das impliziert jedoch auch die Grenzen des Wahnsinns. Ganz dem Motto „Sachen gibt’s, die gibt gar nicht“ folgend, haben wir uns mit dem sehr präsenten Thema der Tierversuche beschäftigt und sind dabei auf die ein oder andere Unkonventionalität gestoßen.

Neben den allseits verbreiteten Schreckensbildern von Kaninchen und Labormäusen mit kahlen Fellstellen spielen sich in der Sphäre der Tierversuche ganz andere Obskuritäten ab.

Auf skurrile Tierversuche verschiedenster Art wies erstmal im Jahr 2011 die „In Defense of Animals“ („IDA“) hin, welche diverse Experimente aufdeckte, die ihren Ursprung in den Subventionen des "National Institutes of Health" („NIH“) aka Steuergelder finden.

Ratten auf Kokain vs. Wagner und Miles Davis:

Das Albany Medical College hat vor Jahren eine zweistufige Studie durchgeführt, während dieser 36 Ratten den Klängen von Jazz und klassischer Musik ausgesetzt wurden, was zeigte, dass diese primär besonnene Stille vorziehen.

Im zweiten Teil des Experimentes bekamen die Tiere eine kleine Dosis Kokain verabreicht, woraufhin sie mehrere Tage lang den Klängen von Jazz lauschen durften, mit offensichtlich großem Genuss. Selbst nach der groovy Afterhour blieben die Ratten jedoch große Jazzfans, im Vergleich zum nüchternen Zustand aus dem ersten Teil des Experiments.

Hamster und der Diätwahn:

Auch bei unseren flauschigen Freunden scheint das Verlangen nach einem „selbst ist die Frau“ Dasein angekommen zu sein. Zwei amerikanische Universitäten - who else - fanden, selbstverständlich durch puren Zufall, heraus, dass bei hungernden Hamstern keine großen Unterschiede zu gesättigten Tierchen bestehen, wenn es um deren Performance im Sexualleben geht. Weibliche Hamster jedoch, die nur 75 % ihrer ursprünglichen Ration schnabulierten, hatten auffälliger Weise weniger Lust auf ein Schäferstündchen mit ihren männlichen Genossen und widmeten sich stattdessen lieber ihrem Futternapf. Liebe geht wohl doch nicht immer durch den Magen.

Erektile Dysfunktion? Nicht bei Affen:

Zumindest solange ein Raumspray mit natürlichem Zitronenduft in Greifweite ist. Männliche Affen können nämlich problemlos auf Gerüche konditioniert werden, das fanden auch die Forscher dieser groundbreaking Studie heraus. In diesem Fall wurde der Geruch von frischer Zitrone verwendet, um die Äffchen zu konditionieren. Nachdem dies geschehen war, wurden die Tiere beim bloßen Lüftchen von Zitrone erregt, selbst wenn keine Affendame in Griff- und Sichtweite war.

Die Frage aller Fragen: Und wofür?

Blöde Fragen mag keiner und die Antwort liegt doch auf der Hand. Not. Forscher der oben genannten Rattenstudie gaben an, nachdem sie durch ihr Experiment stark unter Beschuss geraten waren, dass die Durchführend den Zweck hatte zu zeigen, dass Ratten zu jeglichen Arten von Musik konditioniert werden können, solange diese mit einer gewissen Art von Belohnung - in dem Fall das Kokain - assoziiert wird. Dies sei dem großen Sinn und Zweck untergeordnet, das Verlangen von Drogen bei Menschen einzudämmen.

Die Affen hingegen waren eher das Produkt von vielen zuvor durchgeführten identischen Studien an anderen Tieren, was jedoch nie funktioniert hat. Aller guten Dinge sind zwar drei, aber offenbar sind nichtmenschliche Primaten der Schlüssel für erfolgreiche Experimente. 

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