7 Typen einer Mutter-Kind Beziehung, die in Songs verewigt sind (c) Titelbild Credits: Shutterstock

7 Typen einer Mutter-Kind Beziehung, die in Songs verewigt sind

Ihr habt Mama issues? Heute ist der beste Tag dafür, diese rauszulassen. Von uns gibt es – wie immer passend zu jedem Thema – eine kostenlose psychologische Persönlichkeitsstudie und eine noch viel kostenlosere Musiktherapie. (Anmerkung: Die klinische Relevanz dieser Therapie wurde wissenschaftlich noch nicht bestätigt – aber wird es sicher bald!)

1. Der Sichere-Bindungstyp

Aka B-Typ – richtig kreativ, nicht wahr? Dieser Menschenschlag lässt sich nicht von anderen trösten. Nein. Es muss die Mama sein - aka primäre Bezugsperson. Diese Persönlichkeiten nutzen ihre Mutti als eine Form der sicheren Ausgangsbasis, von welcher aus sie die Welt „erobern“ und auch mit anderen Menschen in Kontakt treten.

Da in dieser Phase die Mami oft idealisiert wird, kann dazu musikalisch wohl nichts besser passen, als die geballte Ladung Schmalz eines Country-songs – Sorry Leute, es ließ sich einfach nicht vermeiden.

2. Der zweite Typ

Aka Typ-2 – schon klar, was ihr denkt, nicht viel kreativer als B-Typ, aber so what? Also, der zweite Typus den wir, natürlich nach jahrelanger empirischer Forschung ausmachen konnten, ist der sogenannte Copy-Cat - die so genannten Nachahmer – Hier eine musikalische Studie zum Thema.

Diese Kategorie bewegt sich einigermaßen sicher durch die Welt. Aber klar, werdet ihr sagen, die VertreterInnen dieser Gruppierung haben auch keinen Grund dazu, unsicher zu sein, denn sie machen ja alles genau so, wie Mudda es ihnen beigebracht hat. Und dann sind sie noch so unnachgiebig konsequent damit und auch noch so verdammt stolz darauf. Richtig geahnt, sie sind wie ein Country Song!

3. Der Unsicher-vermeidende-Bindungstyp 

Aka A-Typ – wir wissen, was ihr denkt, behaltet es für euch. Die Testpersonen wirken bei der Trennung von ihrer primären Bezugsperson - aka Mami, da morgen der Tag dafür ist - unbeeindruckt und stellen ihre Emotionen nicht offen zu Schau. Sie verhalten sich also ganz cool.

Bei der Rückkehr der Bezugsperson ignorieren die Testpersonen diese jedoch, zeigen eine Pseudounabhängigkeit und auffälliges Kontakt-Vermeidungsverhalten.

Das Interessante an ihrem Verhalten ist jedoch die Tatsache, dass die Abwesenheit - der Mama - für die Testpersonen ebenfalls Stress bedeutet. Sie tun also nur so, als wären sie cool. Im Grunde sind sie also tief enttäuscht und wütend darüber. Sie haben das Gefühl im Stich gelassen worden zu sein und warten nur auf den Augenblick, an dem sie den stillen hate ihrer Mutter gegenüber - für den sie sich natürlich auch schämen - rauslassen können.

Am besten demonstrierte dies Testperson A, was auf folgenden gut Aufnahmen erkennbar ist:

4. Der Unsicher-ambivalente-Bindungstyp

Dieser Typus wirkt bei der Trennung massiv verunsichert, weint viel und scheint absolut überwältigt vom Trennungsschmerz. Bei der Rückkehr der Bezugsperson klammeren sich diese Typen an diese, lassen sich aber dennoch kaum beruhigen. Sie wirken wie hin- und hergerissen zwischen dem Bedürfnis nach Nähe und gleichzeitigem Ärger auf die Bezugsperson - aka Mami.

5. Der Desorganisierte-Bindungstyp

Diese Charaktere haben keine Verhaltensstrategie in bindungsrelevanten Stresssituationen, um mit der Trennungs- und Wiedervereinigungssituation umzugehen. Ihre Angst lähmt, erstarrt und überfordert sie. Vorherrschende Gefühle sind: Ohnmacht, Überwältigung, Hilflosigkeit und Kontrollverlust.

Dieses Verhalten wird durch sich emotional widersprechende, nicht zu einem einheitlichen Muster integrierbare Bindungserfahrungen begründet. Die Bindungsperson bietet teilweise emotionale Sicherheit, teilweise ist diese jedoch auch die Quelle der Angst. Die Bezugsperson ist im Grunde nicht gut für die Person, ist aber gleichzeitig die einzige Versorgerin. Eine lose-lose Situation und ganz in Sinne Pink Floyds „Mama's gonna make all your nightmares come true”.

6. Der Nostalgiker-Typ

Im glorifizierten und hochstilisierten Blick zurück verklärt diese (vielleicht) Persönlichkeit das eigene Leben und entfaltet die romantisierte Erfolgsgeschichte der Mutterfigur und somit auch ihrer eigenen Herkunft. (MAMA!)

Nicht dazu in der Lage, die Umstände einigermaßen objektiv und realistisch zu betrachten, sorgt eine geballte Ladung Idealisierung dazu, dass die, lange schon zu einer Fiktion gewordene Figur der Mutter beweihräuchernd in den Himmel gehoben wird.

Es handelt sich dabei um eine Verklärung, welche die Figur der Mudda in die Sphäre eines „perfekten Fans“ erhebt, des „one of a kind“, des „favourite girl“ etc. Die immer währende Liebe der Mami sei einem gesichert. Und die Liebe zurück natürlich auch - aka „I’ll always love my Mama“.

Die Synthese dieser nostalgisch-verklärten Rückschau wird in folgeder Aufzeichnung gekonnt zusammengefasst:

7. Der Flüchtende

Dieser Typus ist sich der enormen Relevanz, welche die Mutter auf ihn oder sie hat bewusst und schätzt diese sehr. Doch ein rebellischer Impuls drängt diese Persönlichkeit dazu, sich aus einer, ihrer Meinung nach zu festen und zu emotionalen Umklammerung der Bezugsperson zu lösen.

Es gilt das Leben und die Welt selbst zu erfahren. Die Abspaltung von der symbiotischen Verbindung mit der Mutter gelingt diesen Individuen jedoch nicht ohne eine Portion Wehmut, einen sehnsüchtigen Blick zurück und einer Portion Dramatik.

Veranschaulicht wird dieses psychologische Beziehungsmuster am besten mit Metallica‘s „Mama Said“. (Vorsicht: enthält eindeutig Elemente von Country!)

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