Regierungsentscheidungen und die Ähnlichkeit zum Elternhaus - DDr. Désirée Prosquill zeigt  Perspektiven (c) Titelbild Credits: Shutterstock

Regierungsentscheidungen und die Ähnlichkeit zum Elternhaus - DDr. Désirée Prosquill zeigt Perspektiven

Ärger und Frust über die kommenden Maßnahmen der Regierung steigen in der Bevölkerung. DDr. Désirée Prosquill zieht eine Analogie zum Elternhaus und gibt so eine neue Perspektive, um die Sache etwas nüchterner zu betrachten.

Liebe Leserinnen, Liebe Leser!

Sie schäumen vor Wut? Ja ich auch. Unglaublich was da gerade passiert. Die Koalition beginnt sich zu widersprechen, die Opposition nimmt nicht mehr alles so gelassen hin, sondern begehrt zunehmend auf. Die rote Linie geht immer mehr in einen orangenen Streifen über. Viele Experten melden sich zu Wort, weil ihnen die Maßnahmen unserer Regierung immer weniger plausibel erscheinen.

Was soll man da denken? Ist der 33 jährige Kanzler im Recht oder sollte er doch mehr Expertisen einholen?

Sie kommen sich mittlerweile gepflanzt vor? Was nun dürfen wir jetzt zu Ostern? 4 Gäste einladen oder nicht? Keiner kennt sich mehr wirklich aus - selbst unsere Regierung, die nun übers Wochenende doch noch mal nachdenken möchte, wie sie es jetzt will.

Nun, was wir da jetzt erleben, bedeutet so viel wie unsere „Eltern“ wissen gerade nicht, wie sie den Weg vorausgehen sollen. Das erzeugt in uns Bürgern ein Gefühl, dass wir aus unserer Kindheit nur zu gut kennen. Immer wenn unsere Eltern überfordert waren und nicht wussten was sie tun sollen, hat dies in uns zu Verunsicherung geführt.

Nur im jetzigen Fall haben wir uns unsere politischen Eltern aber selber ausgesucht - weil gewählt. Da erzürnt es umso mehr, wenn die jetzt nicht so tun, wie wir es uns vorstellen würden.

Geduld! Bleiben Sie bitte geduldig, versuchen Sie Nachsicht zu haben. Realistisch müssen wir uns darauf einstellen, dass noch einige Zick- Zack- Kurse auf uns zukommen werden. Wir sollten daher unsere Energie nicht darauf verschwenden, uns bei jeder Gelegenheit aufzuregen. Damit tun wir uns nur selbst nichts Gutes.

Denken Sie bitte auch daran, unsere Welt ist groß. Es gibt auch in anderen Ländern sehr intelligente Menschen, die möglicherweise einen noch besseren Weg für uns aufzeichnen können.

Starten wir also in eine spannende Osterwoche und lassen uns weiterhin nicht unterkriegen.

Beste Grüße Dr. Désirée Prosquill

Ihr habt die Möglichkeit, mit unserer Kolumnistin direkt in Kontakt zu treten und ihr Fragen zu stellen, die sie in der nächsten Ausgabe beantworten wird. Entweder macht ihr das über die Kommentarfunktion oder im Falle sehr persönlicher Informationen - zum Schutze eurer Identität - per Mail an desiree.prosquill(at)gmail.com

DDr. Désirée Prosquill
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin
Psychoanalytikerin (Kinder/Jugendliche/Erwachsene)
Psychosomatik - Sportpsychiatrie - Psychotherapie.
Laudongasse 31/5/15, 1080 Wien,T. 944 63 43.
Hauptplatz 3, 2115 Ernstbrunn, T. 02576 2403.

Titelbild Credits: Shutterstock

WARDA NETWORK GmbH